On the Beach
Hier findet ihr ein bisschen Geschreibe von mir. Ich schreibe immer mal, wenn mir danach ist.
Wenn ihr Lust habt was zu lesen, könnt' ihr es gerne machen...
Viel Spaß dabei!
(Die Geschichten sind alle kursiv aufgelistet, in Blau findet ihr unter ihnen meine Kommentare dazu)


Tonight I wanna cry

Es sind verwirrende Zeiten. Die Zeit vergeht schnell… so schnell, dass sie mich auf der Strecke lässt. Minuten fühlen sich an wie Sekunden, Stunden wie Minuten, Tage wie Stunden.
Ich bleibe zurück, ohne mehr die Chance zu haben hinterherzukommen. Eine Maschine wäre toll. Eine Maschine, die mich wieder in die Gegenwart befördert. Die mich wieder leben lässt und aus der Vergangenheit heraus reißt. Denn sie ist vergangen und ich sollte nicht mehr darüber nachdenken. Trotzdem tue ich es.
Ich denke an Momente mit dir, die mich damals noch lachen lassen haben. Warum kann ich jetzt nicht mehr lachen? Immer wenn ich an dich denke, werde ich traurig. Alles scheint sinnlos, ohne dich.
Immer wenn ich an dich denke, falle ich.
Ich falle in ein tiefes Loch, das nie zu enden vermag.

Gestern lag ich im weichen Gras und starrte in die Sonne, die mich bisher immer glücklich machte. Doch sie schaffte es nicht.
Die Unendlichkeit der Wolken stimmte mich traurig, stimmte mich einsam. Alles ist so groß und ich bin so klein… und allein, denn du bist nicht mehr da.
Ich fühle mich krank vor Schmerzen. Es ist, als würde mein Herz immer mehr erdrückt werden, erdrückt von der Vergangenheit.
Ich verliere allen Lebensmut, kann nicht mehr ohne dich leben.

Unter mir höre ich laute Schreie und sehe viele kleine Menschen, die in der Gegend umher laufen und nach oben starren. Ihre Rufe werden immer lauter, doch ich nehme sie nur halb wahr. Meine Füße berühren nur noch zur Hälfte den alten Beton unter mir. Ich strecke die Arme und ein Windstoss lässt meine Haare wehen. Alles um mich herum beginnt zu schweigen. Außer du, du sprichst.
Du rufst mir zu, ich sei nicht allein. Deine vertrauenswürdige Stimme beruhigt mein schnell pochendes Herz. Langsam lasse ich mich nach vorne fallen. Immer weiter, bis ich kaum mehr Halt finde. Die Leere vor mir und die vielen schreienden Leute machen mir keine Angst mehr. Bald bin ich bei dir.
Plötzlich spüre ich Wärme auf meinen Schultern. Hände fassen mich und ziehen mich zurück. Ich schrecke auf, die Leute unter mir hören auf zu schreien.
Ich erschrecke so sehr, dass mein Körper zittert.



Plötzlich sitze ich aufrecht im Bett. Schweißdurchnässt.
Immer noch zitternd vor Angst.
Ich sehe mich um, blicke auf den alten Eichenschrank in meinem Zimmer.
Es gibt dich nicht, du warst nie da.
Leise lege ich mich wieder hin.

Heute Nacht möchte ich weinen.



Diese Story ist ausnahmsweise mal eine sehr Traurige. Ich mag es von Leuten, die kaputte Leben haben zu schreiben, weil ich diese Menschen interessant finde. Es mag sich krank anhören, aber es ist so.
Mir gefiel der Text irgendwie, deswegen ist er hier aufgeführt...
Ich möchte allerdings betonen, dass die Person in dem Text nicht ich bin. Denn an sich bin ich eine sehr fröhlichr Frohnatur, so fröhlich, dass ich hier sogar einen pleonastisch werde.

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